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Männerstrategien kennen und parieren

31.07.2016

“Ich rufe alle Männer auf, Frauen zu unterdrücken.  
Denn sobald sie die gleichen Möglichkeiten haben, erweisen sie sich als überlegen. “                                                
Cato, der Ältere, 2 Jahrhundert vor Christus
Es ist vielleicht ein bisschen wie im Gerichtssaal. Wenn man die Strategie des Gegenanwalts kennt,
kann man sich besser vorbereiten, um zu parieren oder gar die Führung zu übernehmen.
Worauf sollten Frauen vorbereitet sein?
Welche Strategien haben Männer im Laufe ihres Sozialisationsprozesses erlernt?                                                                                 
Hier eine kleine Aufstellung der gängigsten Manipulationen:                                                                                                                                                 
nicht die ganze Wahrheit erzählen                                                                                     
Informationen verdrehen oder unterschlagen
an die Gefühle appellieren
Schuldgefühle wecken
Publikum nutzen
Übertreibung/Dramatisierung oder Verharmlosung
Anweisungen erteilen
Zeitdruck erzeugen
Stimme erheben
Drohungen
Abwertungen
Kränkungen
dominante Opferrolle einnehmen (setzt den anderen ins Unrecht)
Suggestivfragen
Wutanfall
einfach gehen
bloßstellen vor einer Gruppe
Entscheidungen vertagen, um sie zu boykottieren
Es gibt viele Gründe, einem solchen Umgang nichts entgegen zu setzen. 
Vielleicht denkt Frau, der andere kennt sich einfach besser aus, oder so läuft das eben zwischen uns.
Wenn ich jetzt etwas sage, wird es nur wieder unangenehm und ich möchte keine Disharmonien. 
Ich kenne dieses Verhalten doch aus meiner Ursprungsfamilie. Jede Beziehung hat ihre eigenen Regeln. 
Wichtig ist wohl immer, abzuwägen welchen Preis Frau langfristig dafür zahlen möchte, 
wenn sie übergriffigem Verhalten nichts entgegen setzt. 
Wer sich zum willenlosen Werkzeug macht, verliert über kurz oder lang seine Selbstachtung. 
Widerstand zu leisten, bedeutet Machtanspruch zurück zu weisen. 
Hat Frau den Willen, sich gleichberechtigt in Beziehungen zu zeigen, ist es von Vorteil, 
möglichst frühzeitig Grenzen zu setzen. Es liegt in meiner Hand!
Wenn ich mich anders verhalte, wird auch mein Umfeld anders auf mich reagieren. 
Das Repertoire an möglichen Gegenstrategien ist reichhaltig.
Und Frauen haben natürlich das Recht, sich für sich und ihre Ziele einzusetzen, genauso wie Männer. 
Wirkungsvolles Verhalten kann trainiert werden. 
Und bei den kommunikativen Kompetenzen haben Frauen eh schon einen Vorsprung. 
Anweisungen können zum Beispiel einfach überhört oder nach den eigenen Vorstellungen verändert werden. 
Bei Wutanfällen hilft es, die Person zu spiegeln. 
Die einfache Feststellung: du/sie schreist/schreien und die Aussage, das man über alles reden kann, 
aber nicht in diesem Ton und das Verlassen des Raumes ist eine wirksame Gegenstrategie. 
Suggestivfragen kann man entlarven, indem man das Projekt beim Namen nennt und sich danach erkundigt, 
woher der andere das weiß. Danach wird in aller Ruhe die eigene Sicht der Dinge dargestellt. 
Drohungen können als solche benannt werden (natürlich wird die Forderung hinter der Drohung nicht erfüllt) 
oder sie können lächerlich gemacht werden.
Gespielte Opferrollen sollten kurz und knapp als das entlarvt werden was sie sind. 
Systemische Therapie/ Beratung kann bei der Aufdeckung erlernter Verhaltensmuster und deren Änderung unterstützen. 
Dazu können unter anderem das Familienbrett, das Genogramm oder die Zeitlinienarbeit  genutzt werden. 
Zirkuläre Fragen bringen die Sichtweise anderer ins Spiel. 
Zum Ausbau der Ressourcen eignen sich die Fragen nach der Ausnahme 
Wann haben sie sich schon einmal besser durchgesetzt? 
Was war da anders? 
Was können sie aus dieser Situation in die aktuelle Situation übertragen? 
oder auch die Auswertung von bereits vorhanden Erfolgen 
wenn es einmal geklappt hat, kann es wieder klappen
Welche Lösungsstrategien wollen sie wieder einsetzen?.
Sicherheit kann in Rollenspielen trainiert werden. 
Grundlage für jegliche erfolgreiche Arbeit ist der Ausbau des Selbstbewusstseins, der Ausbau der Konfliktkompetenz 
und der Kommunikationsfähigkeiten sowie sämtlicher weiterer persönlichen Kompetenzen.
Durchsetzungsstrategien für Frauen
Durchsetzungskraft, Hartnäckigkeit und Überzeugungskraft sind nicht angeboren, sondern erworben. 
Wer sollte sich für einen einsetzen, wenn man es nicht selbst tut? 
Jede Frau hat das Recht, ihre Wünsche zu äußern, andere Menschen müssen diese Wünsche nicht mögen.  
Durchsetzungskraft ist nicht egoistisch, je stärker eine Frau ist, desto besser kann sie sich auch für Schwächere einsetzen. 
Frauen wollen grundsätzlich gemocht werden und sich nicht in erster Linie durchsetzen. 
Diese erlernte Verunsicherung folgt der Sozialisierung, dass sich Frauen nicht selbstbewusst zeigen dürfen, weil das unweiblich sei.
Mitleid mit dem Verlierer, Harmoniestreben, die Angst vor Kontaktabbruch oder persönlicher Ablehnung
 (obwohl nur das Anliegen abgelehnt wird). 
Für Frauen ist es sehr wichtig zu erkennen, dass Männer ihr brutales Vorgehen ganz normal finden 
und das unverschämtes Tricksen der Männer diese für offene und ehrliche Kommunikation halten. 
Also muss Frau immer bestens in der Sache informiert sein, um die Tricks der Männer, die ihr Ego schützen sollen, zu umgehen. 
Gern verkaufen Männer auch Frauen für dumm und übergehen ihre Meinung oder machen ihre Argumente lächerlich.
Was nun dagegen unternehmen und woher die Stärke dazu nehmen? 
Die verbalen Fähigkeiten stärken, 
nicht bei auftauchenden Hindernissen kapitulieren, sondern neu Anlauf nehmen und weibliche Stärken gezielt einsetzen. 
Durchsetzungsstarke Körpersprache, weiblicher Charme gepaart mit Hartnäckigkeit und fester Stimmführung. 
Meetings sind Durchsetzungssituationen, wichtige Themen muss man für sich reklamieren. 
Keine Absprachen ohne konkrete wortwörtliche Vereinbarung. Nachverhandlungen gehören zum Geschäft. 
Dem Druck nicht  nachgeben, sondern mit ihm umgehen. 
Mit Dutzenden Neins rechnen und beharrlich verhandeln, Hart in der Sache, weich zur Person.
„Alle Dinge sind bereit, wenn der Geist es ist.“
Johann Wolfgang von Goethe
Mit dem Wissen, das Unbewusstes besonders stark wirkt, wird klar, das man nur ändern kann, 
was man sich bewusst macht und auch annimmt. 
Vor diesem Hintergrund noch ein kleiner Blick auf Männerspiele in männlich dominierten Wirtschaftsstrukturen. 
Frau sollte sie kennen, um sich entsprechend abgrenzen zu können, sie zu entlarven, zu reagieren 
und vor allen Dingen sie nicht auf sich persönlich zu beziehen. 
Aus dem Reich der Boss-Spiele zum Beispiel “Verbrennen durch Lob”. 
Dieses Spiel zielt darauf ab, dass der Neid der anderen zur Ausgrenzung führt. 
Wenn Frau erkennt, was vor sich geht, kann sie aktiv handeln, zum Beispiel das Lob an die Kollegen 
weiterreichen und klare Forderungen stellen. 
Auch Mitarbeiter spielen gegenüber ihren Vorgesetzten zuweilen Spiele. 
Ist Frau in der Führungsposition, kann sie zum Beispiel beim “Ja-Sager-Spiel” (Ja sagen, aber nicht entsprechend umsetzen) 
sofort den Fokus auf die Ausführung legen und sehr zeitnah intervenieren. 
Verhandlungstaktiken, wie das Vorschicken eines Scheinhäuplings 
(nimmt Anliegen auf, kümmert sich aber nicht und leitet es auch nicht weiter), 
mangelnde Erreichbarkeit oder Droh- und Druckgebärden sind leicht zu durchschauen.
Wichtiger aber ist die sofortige Reaktion darauf: Entlarven und Forderungen stellen und nicht zurück ziehen. 
Gern wird auch wiederholt provoziert mit dem Ziel, dass sich der andere unmöglich macht. 
Frauen mit gesundem Selbstbewusstsein und einem klaren Blick auf die Welt der Männerspiele können sich 
distanzieren und lassen sich nicht beeindrucken oder provozieren. 
Spricht ein Vorgesetzter gar Gefühle an, ist Vorsicht geboten. 
Nach dem Motto, ich brauche sie jetzt (Wecken von Schuldgefühlen), wenn sie das nicht schaffen, bin ich maßlos  enttäuscht. 
Bitte gehen sie sofort in die Offensive und enttarnen das falsche Spiel mit den Gefühlen. 
Es liegt nicht in ihrer Verantwortung. 
Will der Chef außerordentliche Ergebnisse erzielen, muss er auch für die Bereitstellung der Ressourcen Rechnung tragen. 
Warum spielen Männer diese grausamen Spiele? 
Weil sie kunkurrenzorientiert denken und immer zuerst ihre eigenen Interessen befriedigen möchten. 

Moralische und ethische Denkweisen finden sich oft erst nachgeordnet. 


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