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Berufung und Beruf

02.07.2016

Frauen stehen bei der Berufswahl und der Berufsausübung einigen Herausforderungen gegenüber. 
Ist es nicht schon schwer genug, in jungen Jahren die eigene Bestimmung zu finden und einen entsprechenden 
Ausbildungsgang zu wählen (vorherrschende Rollenbilder wirken, bewusst oder unbewusst), so gibt es nach 
Familiengründung -ohne und mit Kindern- weitere Klippen zu umschiffen. 
Rechtliche und steuerliche Rahmenbedingungen, die Frauen klar benachteiligen oder gar die Aufgabe der 
eigenen Berufstätigkeit fördern, sind starke Kräfte. 
Und diese erhalten Unterstützung, wenn Frauen sich für Kinder entscheiden.  
Noch immer weitestgehend Kinder – und damit Frauenfeindliche Arbeitszeitstrukturen machen es Frauen oft 
unmöglich, allen Rollen gerecht zu werden und dabei körperlich und seelisch gesund zu bleiben. 
Das Bewusstmachen über diese einschränkenden Strukturen kann eine unheimliche Entlastung für Frauen bringen, 
das Erkennen, das es nicht an fehlenden persönlichen Kompetenzen liegt. 
Die eigenen Prioritäten (nicht die des Partners oder anderer Menschen) erkennen. 
Wo liegen die eigenen Ziele? 
Wenn ein Wunder geschehen würde, und sie ihr Leben ganz nach ihren Wünschen gestalten könnten, 
alle Ressourcen und Fähigkeiten vorhanden wären, wie würde es dann aussehen? 
Wo würden sie leben? 
Mit wem würden sie leben? 
Welchen Beruf würden sie ausüben, unabhängig von den Wünschen anderer, 
unabhängig von Statusüberlegungen und finanziellen Erfordernissen…? 
Wie fühlt sich das an? 
Was sehen sie, hören sie, riechen sie…? 
Und sind die eigenen Ziele gefunden kann man sich nach und nach an das Überspringen der Hürden machen, 
ganz wie in einem Hürdenlauf, bis man an seinem Ziel angekommen ist. 
Vielleicht hilft auch gerade dieses oder ein ähnliches Bild den Frauen zu erkennen, das es natürlich Hürden auf dem Weg gibt, 
diese aber mit etwas Anlauf in der Regel übersprungen werden können. 
Und bis jetzt ist noch jede Hürdenläuferin ins Ziel gekommen.
Auch wenn eine Verletzung vielleicht diesen einen Lauf unterbrochen hat. 
Im nächsten Lauf hat es dann geklappt. 
Und mit der Übung wird die Zeit auch immer besser. 
Hürden in diesem Sinne könnten einschränkende Glaubenssätze sein.
Diese können während einer Genogrammarbeit, aber auch bei einer Zeitlinien-Arbeit herausgearbeitet 
und anschließend bearbeitet werden. 
Welche Werte werden in unserer Familie hoch gehalten? 
Sind das Werte, die ich gern weiterführe? 
Darf ich erfolgreicher sein, als andere Familienmitglieder? 
Warum muss ich eigentlich auch Ärztin werden, ich möchte doch lieber künstlerisch tätig sein. 
Habe ich das Gefühl, von jemandem die Erlaubnis haben zu wollen für den nächsten Schritt? 
Und so weiter und so weiter…Sind einschränkende Glaubenssätze entsprechend bearbeitet, 
geht es daran, weitere Hürden zu nehmen. Was blockiert mich noch? Und was noch? 
Und was fällt mir noch ein, was sich oft nicht gut anfühlt? 
Und was brauche ich nun, um über die nächste Hürde zu kommen? 
Was habe ich davon schon? 
Und was möchte oder muss ich noch dazu lernen? 
Wer oder was kann mich unterstützen? 
Und dabei immer das Bewusstsein dafür offen lassen, dass es nicht nur Schwarz oder Weiß gibt, 
sondern auch viele viele unterschiedliche Abstufungen. Und große Ziele erreicht man oft in kleinen Schritten. 
Das befeuert die Motivation und bringt Zeit, die Reserven wieder aufzufüllen, ähnlich der Besteigung eines Berges in Abschnitten. 
Von Rückschlägen nicht aufhalten lassen und im Augenwinkel beobachten, wessen Ziele durch das Erreichen 
meiner Ziele eventuell nicht umsetzbar sind. Das bewusst wahrzunehmen, zu akzeptieren ohne Schuldgefühle, 
ja vielleicht gar zu genießen, ohne jegliche Rechtfertigung. 
Denn es gibt keinen Grund, die Ziele anderer höher einzuschätzen, als die eigenen. 
Und hier noch ein ganz wichtiges Thema: die unabhängige finanzielle Absicherung, nicht nur während der Zeiten 
der Erwerbstätigkeit oder der Kindererziehung, sondern auch im Alter. Niemand weiß, wie das Leben spielt. 
Entscheidet sich die Frau, sich vorrangig der Kindererziehung zu widmen und der Mann der produktiven Arbeit nachzugehen, 
dann sollte es heute selbstverständlich sein, dass aus dem Arbeitseinkommen des Mannes nicht nur der gemeinsame 
Verbrauch bezahlt wird, sondern auch eine private Altersvorsorge für die Frau. 
Wir erinnern uns, die Frau ermöglicht die Erzielung des Einkommens des Mannes dadurch, das sie seinen Teil 
der reproduktiven Arbeit übernimmt. Eine Arbeitsteilung, die sicher für einige Familien eine gute Lösung darstellt. 
Aber bitte Frauen, achtet darauf, das auch die Seite der Verteilung der Früchte gerecht läuft.
Frauen stark zu machen für die Durchsetzung ihrer Rechte und Ansprüche, eine wundervolle Aufgabe,
für die systemische Therapie sehr wirksame Werkzeuge vorhält. 
Wenn Sie Unterstützung wünschen:
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