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"Durch systemisches Coaching Schätze finden und heben (7/9)"​

02.04.2016

Täglich leben wir Beziehungen – mit Freunden, Familie, Kollegen, Geschäftspartnern. 
Die Art, wie wir diese Beziehungen gestalten hat einen wesentlichen Einfluss auf unsere Gesundheit, 
unser Glück und unseren Erfolg. 
Nicht zuletzt gibt es einen direkten Zusammenhang zum Gefühl innerer Freiheit und dem eines zufriedenen Lebens.
„Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, 
die dem Leben seinen Wert geben.“
 Wilhelm von Humboldt 
Gesunde Beziehungen zu leben heißt, gut für sich zu sorgen. Man fühlt sich geliebt, wahrgenommen und geschätzt.
„Ich glaube, das größte Geschenk, das ich von jemanden bekommen kann, ist, dass er mich sieht, 
mir zuhört, mich versteht und mich berührt. Das größte Geschenk, das ich einem anderen machen kann, 
ist, ihn zu sehen, ihm zuzuhören, ihn zu verstehen und ihn zu berühren. 
Wenn das gelingt, habe ich das Gefühl, dass wir uns wirklich begegnet sind.“ 
Virginia Satir 
Auf dem Nährboden von guten Beziehungen können Meinungsverschiedenheiten wertschätzend gemeistert werden. 
Schwierige Verhandlungen können zu einem guten Ergebnis geführt werden. 
Krisen und Konflikte werden gelassener angegangen.
Veränderungen müssen nicht alleine durchgestanden werden. 
Man kann stets auf verlässliche Helfer und Begleiter vertrauen. 
Fritz Riemann beschreibt in seinem Buch: „Grundformen der Angst“ vier grundlegende Ängste der Menschheit. 
Eine davon ist die Angst vor der Selbstwerdung.
Verwöhnung oder Versagung von Zuwendung in der Kindheit führen nach seiner Ansicht 
meist zu depressiven Persönlichkeitsstrukturen. 
Geliebt werden wollen ist das Wichtigste im Leben eines Depressiven und Nichtdepressiven.
Niemand kann sich der Abhängigkeit von anderen Menschen und dem Wunsch nach Anerkennung ganz entziehen. 
Auch Erwachsene wollen gesehen werden und Wertschätzung erfahren. 
Menschen denken, fühlen und handeln als soziale Wesen. 
Um sich den möglichen Unterstützungen für Frauen durch systemisches Coaching zu nähern, 
ist es hilfreich, die Unterschiede von Männern und Frauen in Bezug auf ihre Beziehungsfähigkeit und 
Beziehungsgestaltung (Resultat der unterschiedlichen Sozialisationsprozesse) zu hinterfragen 
und bewusst zu machen. Dazu hat sich Gertrud Höhler (Publizistin und Professorin für Literatur) 
umfassende Gedanken gemacht. Im folgenden gebe ich einen kleinen Einblick in die Ergebnisse ihrer Recherchen. 
Frauen sind sprachgewandt, empathisch, sozial sensibel. Sie verfügen über eine komplexe Wahrnehmung 
(sogenannter Panoramablick) und sind somit Klimafühler. Treten Probleme auf, sind Frauen geneigt, 
diese auch umfassend zu bearbeiten. Frauen ziehen andere Menschen mit ins Vertrauen und stellen so Nähe her. 
Frauen kommunizieren mit jedermann und teilen Siege. 
Oft bleiben sie bescheiden und prahlen nicht mit ihren Arbeitsergebnissen. 
Männer sind ihrer emotionalen Sensibilität auf weiten Strecken verlustig gegangen. 
Emotionen empfinden sie als schwächend, Probleme sind zu kontrollieren und zu beherrschen. 
Auf dem Weg zu ihrem Ziel sind sie bereit, gnadenlos zu vereinfachen. 
Permanente latente Kampfbereitschaft, Aktionismus, Selbstüberschätzung säumen ihren Weg. 
Mit jedem Aufstieg im Job wächst nicht die Persönlichkeit, sondern die Selbstüberschätzung, 
nach dem Motto: fressen oder gefressen werden. Um Täter zu bleiben, wird Kontakt zu Opfern vermieden. 
Chefs kommunizieren mit Chefs. Männer sprechen gern von ihren Erfolgen und führen Siegestänze auf, 
sie empfehlen sich auch gern selbst. 
Gute Beziehungen und private Tiefenschärfe bleiben nicht selten auf der Strecke. 
Interesse, etwas über die eigene Persönlichkeit zu erfahren und Entwicklungsmöglichkeiten wahrzunehmen, 
sind deutlich unterrepräsentiert. Das Wissen um diese Unterschiede, wie sie Gertrud Höhler beschreibt, 
ist eine entscheidende Voraussetzung für die eigene Wahrnehmung und das eigene Verhalten für Frauen 
in unserer von Männern dominierten Umwelt. Es schützt vor falschen Erwartungen, vor Enttäuschungen 
und lässt schneller zu wirkungsvollen Strategien bei der Verwirklichung der eigenen Ziele greifen. 
Frauen in ihrem Recht auf Stellung von Forderungen zu stärken und zur Aufstellung eigener Regeln zu motivieren, 
kann Gegenstand des Coachings sein. Manchmal unterstützt es, sich an Vorbildern zu orientieren, zu schauen, 
wie diese ihre Ziele  erreichen. Gemeinsam abzuwägen, welcher Preis individuell höher ist, 
eine Auseinandersetzung für sich zu entscheiden oder immer und unbedingt gemocht zu werden, 
kann ein wirksamer Impuls für die Entwicklung von Frauen sein. 
Selbstbestimmung, Unabhängigkeit und Macht können der Lohn der Auseinandersetzung sein. 
Nein-Sagen lernen, ohne die Beziehung in Frage gestellt zu sehen, ohne verunsichert zu sein.
Rückschläge sind temporär und nicht auf eigene mangelnde persönliche Fähigkeiten zurück zu führen. 
Fühlt sich das nicht unendlich besser an, als angestrengt eine Pseudoharmonie aufrecht zu erhalten? 
Selbstblockaden sichtbar zu machen und geeignete individuelle alternative Handlungsweisen zu erlernen,
ein herausforderndes Handlungsfeld des Coachings. Muster, die über Generationen weitergereicht werden, 
an die Oberfläche zu holen, kann hervorragend mit der Erstellung eines Genogramms gelingen.
 “Der weibliche Wert des Ertragens wird oft über Generationen hinweg als Auftrag weitergegeben: 
funktionieren, allen Erwartungen entsprechen, alle Ansprüche erfüllen wollen - auch wenn diese 
noch so absurd, widersprüchlich und krankmachend sind.”
Quelle: In Anerkennung der Differenz, Traude Ebermann, Julia Fritz, Karin Macke, Bettina Zehetner (Hg.), 
Psychosozial-Verlag, 2010, Gießen: Von der Abhängigkeit über die Ambivalenz zur Autonomie 
Feministische Beratung bei Trennung und Scheidung, Bettina Zehetner 
Mögliche Tools für das Coaching
Die Familienskulptur macht Beziehungen sichtbar und bietet damit eine gute Arbeitsgrundlage. 
Nur bewusste Sachverhalte  können auch verändert werden (Veränderungsmotivation vorausgesetzt).
Hilfreich kann auch die Kopplung mit Teilen anderer Coaching-und Therapieansätze sein, 
ich denke zum Beispiel an Elemente aus der Gestalttherapie, wie der Arbeit mit dem leeren Stuhl. 
 ...“Der leere Stuhl dient dabei als Projektionsfläche und Platzhalter für Bezugspersonen, die für den Klienten 
im Zusammenhang mit einem bestimmten Thema bedeutsam, aber abwesend sind, oder für einen 
Persönlichkeitsanteil des Klienten, oder ein Gefühl usw. Bei dieser „Phantasiegespräch-Technik“ wird der
 Klient aufgefordert, sich in seiner Phantasie vorzustellen, dass die abwesende Bezugsperson, 
oder das Gefühl etc. auf dem leeren Stuhl säße, um dann mit ihr/ihm einen Dialog zu entwickeln....“ 
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Gestalttherapie, Zugriff am 27.5.2015 
Als sehr wirksam können sich auch Rollenspiele erweisen (Psychodrama), wenn es um die Einübung
neuer Verhaltensweisen geht. Haben wir eine Situation schon einmal gespielt, können wir in
der Realität sicherer auftreten. 
Die größere Kommunikations- und Beziehungskompetenz von Frauen kann ihnen –richtig eingesetzt- 
auf ihrem Weg zu mehr Gleichberechtigung sehr hilfreich sein.
Insgesamt geht es bei Unterstützung der Frauen auf ihrem Weg zu gelebter Gleichberechtigung durch Coaching 
um das Aufdecken von vorhandenen Mustern (Aufklärungsfunktion), die Erarbeitung von Handlungsalternativen 
und das Einüben der Umsetzung dieser. 
Dabei werden Sorgen und Ängste wertschätzend aufgegriffen und bearbeitet. 
Wenn Sie Unterstützung wünschen:
Frauencoach.jetzt
Coaching Berlin
Coach Berlin