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Durch systemisches Coaching Schätze finden und heben (9/9)

12.06.2016

Frauen füllen in unserer Gesellschaft viele Rollen aus. Sie sind Partnerinnen, Töchter, Freundinnen, 
Mütter, Mitarbeiterinnen, Chefinnen, Firmeninhaberinnen, Nachbarinnen… 
Eine Fülle von Aufgaben will täglich gemeistert werden. Die unterschiedlichen Rollen und Aufgaben
sowie die Anzahl der Aufgaben bringen die unterschiedlichsten Stressoren mit sich. 
Stressoren können sich zum Beispiel aus den 
Arbeitsaufgaben (zu hohe qualitative Anforderungen, Zeitdruck, permanente Unterbrechungen…)
der wahrgenommenen Rolle (fehlende Unterstützung, keine  Anerkennung, Fremdbestimmung, Sinnentleerung…), 
aus der Arbeitsumgebung (Lärm, Gefahren…),
aus dem strukturellem Arbeitsumfeld (Wechsel der Mitarbeiter, des Aufgabenbereichs, Informationsmangel…)
oder aus dem persönlichen Bereich (Ängste vor Misserfolgen und Sanktionen, familiäre Konflikte, Persönlichkeitsstruktur…)
speisen.
Vorhandene Gesellschafts- und Familienstrukturen wirken oft nicht ausreichend unterstützend bei der Bewältigung. 
Viele weitere Stresskomponenten können ihren Beitrag leisten. 
Ich denke da auch an enge materielle Verhältnisse und mangelnde Kommunikations- und Konfliktfähigkeit. 
Stress kann sich 
physiologisch-vegetativ (Hektik, Müdigkeit, Nervosität, Spannungsschmerzen…), 
kognitiv (Gedanken springen, Orientierungslosigkeit, Unzufriedenheit…), 
emotional (Angst, Wut, Mutlosigkeit…) und 
verhaltensbezogen (Extremsport, Helfersyndrom, Ablenkungsaktionen, Süchte, Inkonsequenz…)
auswirken.
Bei Frauen, die in diesen Situationen therapeutische Unterstützung suchen, geht es zuerst um eine 
Bestandsaufnahme des Hier und Jetzt und um Entlastung (Bewusstmachung, dass  diese Anforderungen 
auch für knallhart trainierte Spitzensportler nicht umsetzbar sind). 
Geleistetes wertschätzend würdigen. 
Nimmt man zum Beispiel einen viel gebrauchten, schmutzigen Schwamm und lässt ihn vollkommen mit Wasser voll saugen, 
so dass er schwer und tropfnass ist, kann man damit deutlich demonstrieren, dass man ihn in diesem Zustand 
nur schlecht zum Säubern einsetzen kann. Im Gegenteil, er hinterlässt schmutzige Wassertropfen und kann gar 
keinen weiteren Schmutz aufnehmen. Ein sauberer gepflegter Schwamm jedoch, der nur leicht befeuchtet wird, 
kann gute Dienste leisten. Vielleicht wird der Frau bewusst, wie sehr sie sich selbst ausgebeutet hat und 
das der Wirkungsgrad ihrer Arbeit dadurch voraussichtlich abnehmen wird. 
Oft ist Frauen infolge der mangelnden gesellschaftlichen und/oder familiären Anerkennung 
gar nicht bewusst, was sie alles leisten und unter welchen Bedingungen. 
Bewusstes kann verändert werden, wenn der Wunsch danach besteht. 
Damit kommen wir zu der Frage, was an die Stelle des bisherigen Verhaltens treten soll 
und wie die Umsetzung erfolgen kann.
Dazu werden Ziele und Werte geklärt. 
Selbstmanagementtechniken helfen bei der Priorisierung. 
Immer wieder geht es darum, klar herauszuarbeiten,
dass Frauen Unterstützung und Hilfe einfordern dürfen und müssen. 
Wer kann sie dabei unterstützen?
Wem haben sie auch schon einmal geholfen? 
Welche Aufgaben können Sie delegieren? 
Welche Aufträge möchten sie in Zukunft nicht mehr annehmen? 
Was werden sie künftig weglassen? 
Frauen müssen ihr Verhalten ändern, damit sich in einem zweiten Schritt das Verhalten ihres Umfeldes ändert. 
Dazu kann die Bearbeitung von Glaubenssätzen hilfreich sein. 
Nur weil Frauen die Kinder gebären, sind sie nicht allein für ihre Betreuung und Erziehung verantwortlich. 
Zentral ist immer das Thema Selbstbewusstsein, der Glaube an die eigene Kompetenz und den eigenen Wert. 
Das macht unabhängiger vom Urteil anderer und somit resilienter gegenüber unberechtigten Ansprüchen dieser. 
Nur wer sich seiner selbst bewusst ist, hat gute Chancen, sich immer wieder neu abzugrenzen und Krisen zu meistern, 
ja deren Überwindung zum Wachstum zu nutzen.  
Wie können die Energiespeicher nun regelmäßig aufgeladen werden, um den Anforderungen des Alltags stand halten zu können? 
Natürlich sind ausreichend Schlaf, gutes Essen, viel Wasser und ausreichend Bewegung wichtig. 
Auch die Meidung von sogenannten Energieräubern, wie belastenden Beziehungen oder  belastenden Glaubenssätzen 
leisten einen wesentlichen Beitrag. 
Dazu gehört auch das aktive Angehen von Konflikten.
Immer ist in diesem Sinne zwischen dem veränderbarem und dem nicht veränderbarem zu unterscheiden. 
Manchmal geht es darum zu hinterfragen, ob die eigene Einstellung verändert werden kann. 
Und manchmal muss man Verhältnisse verlassen, die man nicht verändern kann, um seelisch und körperlich gesund zu bleiben. 
Das regelmäßige Aufsuchen der eigenen Oasen, das können zum Beispiel Hobbys oder Freunde sein, lässt regenerieren. 
Immer wieder kleine Pausen laden den Akku zeitnah auf. 
Schluss letztendlich geht es um Sinn- und Wertstiftung! 

Es ist an der Zeit, die eigene Identität zu hinterfragen und gegebenenfalls neu auszurichten. 


Wenn Sie Unterstützung wünschen:
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